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Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft
RAMADA Cup 6³   2015/2016

Qualifikationsturnier Bad Soden

23. bis 25. Oktober 2015

Turnierinformationen:

Rangliste:

Gruppe A · Gruppe B · Gruppe C · Gruppe D · Gruppe E · Gruppe F

Teilnehmer:

Gruppe A · Gruppe B · Gruppe C · Gruppe D · Gruppe E · Gruppe F

Spielort:

RAMADA Hotel Bad Soden

Ralf Mulde berichtet aus Bad Soden

Deutsche Schachspieler eröffnen ihr Turnier in Bad Soden 2015

"Wir sind wieder da!" riefen die eintreffenden Schachspieler in der Hotelhalle. "Wir auch – und wir freuen uns auf Sie", antwortete das eingespielte Team rund um Hoteldirektor Oliver Sattelhak. Das 1983 erbaute und 2009 komplett renovierte RAMADA Hotel Bad Soden ist gerade jetzt im herbstglühenden Taunus ein ganz besonders hübsch gelegener Ausgangspunkt für kleine Spaziergänge durch die nahe Umgebung.

318 Spieler, darunter 26 Spielerinnen (8,2%) der hessische Schach-Präsident Thorsten Ostermeier, der RAMADA-Direktor Oliver Sattelhak, die Schiedsrichter Matthias Möller (als HSR = Hauptschiedsrichter), Hugo Schulz, Frank Jäger, Holger Bergmann und Michael Rütten, die nach hunderten zählenden, charmanten Rezeptionisten, Kellner, Köche, also Hessens Wohlfühl-Experten, der DSAM-Texter Ralf Mulde, der zur Ehrung der Sieger aus Dresden (da war zugleich die "FIDE World Chess Championship for Disabled") einfliegende Turnierdirektor Dr. Dirk Jordan, sie alle wirken daran mit, dieses Turnier für Dich (und mich) zu einem spannenden, angenehmen Ereignis zu machen.

Und es sind wieder einmal mehr geworden! Beim letzten DSAM-Turnier gingen insgesamt 282 Schach spielende Menschen an den Start; Begleiter, Eltern, Turnierpersonal, Chauffeure und Bücherständler nicht gerechnet, diesmal sind es 318, also auch jetzt, sogar noch in der 15. Saison, das große Plus von 12,8 % ... weiter so!

Hugo Schulz aus Hamburg, sowohl diesmaliger Turnierdirektor als auch – sowieso - Referent des Deutschen Schachbundes (für Breitenschach – passt genau für uns), eröffnete das Turnier. Souverän. Welche Bedenkzeit gilt, wie war das noch mal mit dem Handy, was ist eine TWZ und wieso könnte die wichtig sein, ... aber auch der wie immer "angenehme Standard", den das Turnier einhält, kam bei ihm völlig zu Recht vor. Und genau das war das Stichwort für den Hoteldirektor!

Turniersaal in Bad Soden

Direktor Oliver Sattelhak nahm deutlich zu wenig Redezeit in Anspruch. Er wollte doch eigentlich auf alle Vorzüge des Hauses aufmerksam machen. Da muss er einige ausgelassen haben. Das Management freute sich darüber, dass wir auch dieses Jahr wieder das Haus im Odenwald besuchen – und natürlich auch darüber, dass es wiederum mehr Gäste als zuletzt waren. Das bringt für den Gastgeber natürlich auch einige Verantwortung mit sich: Man wird alles dafür geben, das durch die Gäste geliehene Vertrauen zu rechtfertigen. Hessen! Schach! Präsident Thorsten Ostermeier spannte einen großen Bogen über das reiche aktuelle hessische Schachgeschehen. Die Jugend und die überregional spielenden Vereine der oberen Ligen schloss er ein, dabei das Schulschach, die vielen Trainings und vor allem die unglaublich vielen "kleineren" Clubs, die ja eigentlich das Geschehen bestimmen, mit besonders warmen Worten bedenkend. Fast schien es, als genüge die Zeit gar nicht, um die vielen hessischen Aktivitäten aufzuzählen. Bald wird zum Beispiel in Bad Zwesten das bekannte Open gespielt, die Hessische Einzelmeisterschaft steht vor der Tür und sogar ein "Frauen-Trainingslager" wird initiiert.

Und dann geschah es! Pairing-Officer Frank Jäger ("der wo die Auslosung macht", wie Jürgen Klinsmann sagen würde) stürmte im genau richtigen Moment die Bühne! Wie immer wurden die 159 Paarungen nicht verlesen (es hört ja sowieso nie einer zu), sondern an den strategisch wichtigen Stellen ausgehängt und ebenfalls wie immer erhielt jede/r genügend Zeit, sein Brett zu finden, sich einzurichten und den diesmaligen Spielpartner herzlich zu begrüßen.

Manche Schachspieler haben's nicht so mit "Umgebung erkunden". Die bleiben im Hotel. Spielen, analysieren, sich treffen, auf den Nächsten vorbereiten. Aber das muss ja wohl vor allem mit dem Hotel zu tun haben, oder? 120 Plätze im Restaurant wollen ja auch belebt sein (Momentane Spezialität: H-Burger mit Pommes: zugreifen!) So lässt uns auch die Website unseres 4-Sterne-Hotels wissen: "Schon Richard Wagner, Peter Tschaikowsky oder Heinrich Hoffmann von Fallersleben kurten in Bad Soden", na bitte! Die haben aber kein Schach gespielt.

Ach, Moment noch! Besonders zu empfehlen ist auch die Hotel-Bar mit den leckeren alkoholfreien Cocktails (damit's auch später noch mit dem Springer / Läufer-Matt klappt) und das viel gerühmte Abendessen im Hotel-Restaurant. "Ob Lunch, ob Dinner, man wird davon nicht dünner." Geht aber auch, es ist für jede und jeden etwas dabei.

Jetzt aber bist Du da! Deine und Deiner Mitstreiter Eröffnung (vielleicht Holländisch) verdrängte also Wagners Ouvertüre vom "Fliegenden Holländer" – na gut, der Komponist konnte sich ja auch nicht mehr wehren.

Sätzen Sä säch! - Spitzenkräfte der Setzliste der DSAM Bad Soden 2015

A 1.) FM Oliver Kniest, Elo 2259, DWZ 2295, SG Solingen
A 2.) FM Björn Bente, Elo 2241, DWZ 2260, Hamburger SK

FM Oliver Kniest ist ein für Solingen auftrumpfender Meister, mit der lustigen Zahlendreher-Elo 2259 und DWZ 2295. chessgames.com sagt uns ebenso wie die FIDE, dass Meister Kniest im März 1975 geboren sei [http://www.chessgames.com/perl/chessplayer?pid=88077]. Geht es um die SG Solingen, trifft der Suchende bei der Schachbundesliga-Seite mindestens auf folgende Schnipsel: "... der 1. Vorsitzende des Klubs, Oliver Kniest, ... " und dann sogar: "... Der ECC läuft ... gegen Apeldoorn nicht so gut, aber immerhin gelang hier FM Oliver Kniest ein Sieg. Die Klingenstädter berichten täglich ..."

Wie bitte? Unser Mann spielt sogar Schach-Bundesliga? Noch nicht ganz. Oder doch. Die 2.Bundesliga sah ihn mit insgesamt 3,5 aus zehn im Einsatz. Mit der ECC ging es aber immerhin um den "European Chess Club Cup" (schwer auszusprechen, probier's mal!) Rhodos 2013, wo "der Kniest", Clubchef und Fotograf und Spieler und vielleicht auch noch Fahrer, Friseur und Kaffeekoch in einer Person, eben auch am Brett großaktiv wurde.

Björn Bente

Björn Bente

FM Björn Bente vom Traditions-Riesen "Hamburger SK von 1830" ist der Zweite der Setzliste unseres kleinen Turniers im intimen Rahmen des herbstblühenden Taunus und ist ein langjähriger und lieber Freund der DSAM ist! 1974 geboren, Elo 2260 und von der FIDE auch mit einem Rating für Rapid- und Blitz-Partien geadelt, zeigt sein DWZ-Datenblatt maffzig DSAM-Teilnahmen und jedesmal schloss er mit mindestens drei aus fünf ab. Neben Erfolgen im bayerischen Arberopen und schwäbischen Neckaropen (der Arm der Hamburger reicht weit!) spielte er 2014/15 so ganz nebenbei in der Oberliga Nord Staffel Nord ... vier aus sechs. Phänomenal. Und den berühmten Vogel schoss er mit dem Dähnepokal-Sieg 2015 ab. (Das hat etwas Gewalttätiges, das mit dem Abschießen – liebe Kinder, bitte nicht nachmachen!

Wir freuen uns, diese beiden "ersten Bretter" Kniest & Bente als Teil der über 300 DSAM-Teilnehmer Bad Soden 2015 spielen zu sehen!

Übrigens, ein kleiner Einschub: 1830 war zwar die Rochade schon erfunden, aber die so genannte "moderne Schachgeschichte" pflegt man ja erst mit dem Turnier zu "London 1851" einsetzen zu lassen - das nur als Hinweis, welche immense Tradition dieser Verein und damit jeder seiner Spieler verkörpert. Der DSB hat die ältesten noch bestehenden Clubs aufgelistet: http://www.schachbund.de/aelteste-vereine.html. Nur die Berliner SG 1827 Eckbauer ist also noch etwas älter als der HSK. In Würzburg und Mannheim gibt's in diesem Jahr 200er Geburtstage. Darüber hinaus gut zu wissen für das Weihnachtsquiz im Heimat-Club: Die 1809 gegründete SG Zürich ist der älteste bestehende Schachverein der Welt.

Manche wirken ganz unauffällig, aber ...

Liliana Knops, INA. So lautet der Eintrag in der Teilnehmerliste. INA? Ich habe bisher wirklich nicht gewusst, dass dieses Länderkürzel für Indonesien steht. Bei Lilianas eher deutsch klingendem Nachnamen ist das ja vielleicht auch nicht die erste gedankliche Verbindung. - - Moment, da war doch mal was ... Genau! "Am ... Brett der F-Gruppe spielen Liliana Knops und Dagmar Knobel und beide schenken sich nichts - das ist echter Sportsgeist." (Martin Sebastian berichtet aus Kassel, 15.-17. Dez. 2006)

Beeindruckt hat mich bei Schachfreundin Knops der Hinweis, dass sie zumindest in der vergangenen Saison in der "Frauen-Landesliga HH SH MVP 2014-15" aktiv war und nach langem Nachdenken, ha!, kam ich drauf, dass es sich wohl um die Landesliga Hamburg, Schleswig-Holzbein und McPom handeln müsse. Und, liebe Leute, sowohl dort als auch im Bargteheide-Pokal und im Haspa-Pokal hat sie gepunktet, in der Schnelsener Meisterschaft und in den Hamburger Mampfschaftskrämpfen ja sowieso. Sage keiner, wir hätten Euch nicht gewarnt ...!

Matadore des Lokals sind Lokalmatadore

Spieler des SC Bad Soden

Spieler des SC Bad Soden

Der SC Bad Soden hat eine ganze Fußballmannschaft entsandt, was uns sehr freut: Elf Spieler des hier beheimateten Vereins sind mit dabei! Zwar ist keiner vom SC Bad Soden in Gruppe A, aber ...

Gruppe B

01.) Dr. Reiner Martin: 1989 Elo / 2033 DWZ
02.) Ralf Kellerwessel: 1915 Elo / 1980 DWZ

Gruppe C

03.) Robert Ackermann: 1658 Elo / 1810 DWZ
04.) Leo Deppe: 1711 Elo / 1810 DWZ

Gruppe D

05.) Sven Lessmann: 1442 Elo / 1608 DWZ
06.) Ruben Rittberger: 1382 Elo / 1584 DWZ
07.) Hristo Minov: 1529 DWZ

Gruppe E

08.) Lukas Martin: 1134 Elo / 1449 DWZ

Gruppe F

09.) Dieter Ruppel: 1050 DWZ
10.) Gernot Kaup: 1033 DWZ
11.) Kurt Fredershausen: 1031 DWZ

In der Bezirksmeisterschaft der Main-Taunus-Schachjugend gelang den Sodener Youngsters ein tolles Turnier, das sich jetzt hier im Saal gerne fortsetzen kann. Und die Herren verloren zwar "gegen Frankfurt West 1 das wichtigste Spiel um den Aufstieg", aber noch ist nicht aller Tage Abend!

Der Saal ist zwar groß genug, sollte aber jemand (von den abgehärteten Bad Sodenern?) das unwiderstehliche Verlangen verspüren, draußen zu spielen, wird es gut sein, die Wettervorhersage zu kennen: http://www.wetter.de/deutschland/wetter-bad-soden-18221132.html

14°C bis 5°C, meist wolkig, aber 2 Sonnenstunden. Warum für das auch nicht viel näher an Hawaii gelegene Darmstadt eine Hitzewelle von 16°C prophezeit wurde, ist noch unklar. - Und Sonntag? Ja. Auch so. Ein Grad mehr.

 Es war gut, dass wir für das Bretter-Aufbauen nicht allzu lange brauchen, denn der Saal wird ja auch anders benutzt; am 11. Oktober zum Beispiel gab es hier ein Orchesterkonzert (Gesellschaft der Musikfreunde) zu bewundern, Bach und Mozart, alles vom Feinsten. Vom Alter würde das Publikum ja gut zu den Schachspielern passen, meinte einer ... unglaublich! Zwar trug der hiesige Tennisclub Blau-Weiß unlängst, der vorangeschrittenen Jahreszeit trotzend, ein tolles "Spaß-Mixed-Turnier für Herren ab 60 und Damen ab 40" aus, aber wer das Gekicher und fröhliche Kinderlachen gerade aus der E- und F-Gruppe hört ... die Senioren sind aber natürlich da und wir freuen uns ja auch immer, mit unseren Schiedsrichtern zusammen zu arbeiten.

Mädels - Stark am Brett

"Eine Quote sollte jedoch immer eine wichtige Rolle spielen – nämlich der Anteil schachspielender Mädchen und Frauen in Deutschland", newsletterte gerade die Deutsche Schachjugend mit Bezug auf den Mädchenschach-Kongress in Darmstadt. Genau. So sehen wir das auch. Also nochmals: An der DSAM in Bad Soden 2015 nahmen 8,2 % Mädchen, Frauen, Ladies, eben: Spielerinnen teil.

So richtig toll ist das natürlich noch lange nicht. Aber vorwärts geht es im richtigen Leben doch zumeist mit kleinen Schritten, so langweilig einem das auch vorkommen mag. Wir finden ja, dass weniger nicht so recht dem Bevölkerungs-Anteil entsprechen will. In der Bevölkerung gibt es rund 50% Damen, in den Schachclubs aber nur rund 7% (oder so).

Zum aktuellen Stand der Dinge

Brüder Börkey

Brüder Börkey

Was ist denn nun eigentlich los zwischen Tabelle und Turniersaal? Rund um Runde 3 ist eine gute Zeit für eine erste "Annäherungs-Bilanz". Da blickt man in der Nacht (wann sonst?) auf die Ergebnisse und neuen Paarungen und blickt in der diamantenen A-Gruppe auf dieses Bild:

Bente, Björn (2) - Chandler, Patrick (2)
Dr. Köhler, Gerhard (1½) - Kniest, Oliver (1½)
Lenhardt, Manfred (1½) - Mager, Denis (1½)      

Nun gut, Oliver Kniest hat gleich in der ersten Runde gegen Christian Schatz einen halben Punkt abgegeben, ansonsten sind die Chancen noch gut verteilt – Kinder, das wird wieder spannend ...! Aller Erfahrung nach: Am Sonnabend nach der Sportschau weiß man mehr.

Gleich am ersten Brett der E-Gruppe sitzt in Runde 3 einer der Familie Börkey, nämlich der Joel aus dem nahe gelegenen Wiesbaden. Naja, nahe ... alles ist relativ. Sein Bruder Pierre war in der ersten Runde vielleicht noch nicht so ganz da, jedenfalls muss er den Punkt nun aufzuholen versuchen.

In der D-Gruppe treffen wir mit Luis Börkey auch schon den nächsten dieser Familie. Mit 1 aus 2 spielt er bisher "tabellarisch unauffällig" – aber wer weiß, was da noch kommen wird? Ein kleines Rätsel bildet Ilia Khassine, Berlin. Kein Verein, keine Elo, aber wieso hat er eine DWZ? Wir recherchieren weiter ... 1,5 aus zwei sind schon mal ein verheißungsvoller Beginn, aber da sind noch sieben Spieler, denen bisher die volle Ausbeute gelang.

In der C-Gruppe ist mit Estelle Morio aus Landau eine treue und vor allem erfolgsgewohnte Freundin des Turniers am Brett. Bisher hat sie 1,5 aus zwei erspielt, aber da sind noch sieben mit 2,0 und gaaaaanz viele mit ebenfalls 1,5.

Und auch in der B-Gruppe sind es sieben Spieler, die nach Runde zwei noch 100% kontierten. Weil das in vielen Gruppen so ist, beauftragen wir die vielen Mathematiker, die es im Schach so gibt, dieses Phänomen zu untersuchen. Franziska Beltz, SG Leipzig, mit der TWZ 2053 die spielstärkste Frau im Turnier, hat bisher 1,0 aus zwei und wird den kommenden Ereignissen vermutlich entspannt entgegen sehen.

ChessBase-Stand dicht umlagert! Toller Erfolg!

Taktik-Challange

The ChessBase Challenge presented by our friend Mr. Martin Fischer was a really stand-alone event in the very center of DSAM. Bei diesen ganzen englischen Bezeichnungen, die einem im Schach, aber auch im richtigen Leben begegnen, könnte man den Artikel auch gleich so weiterschreiben (wieso eigentlich? Wir leben doch in Deutschland, also wäre doch Deutsch die Sprache ... nunja, wohl nicht mehr). Aber das tun wir natürlich nicht!

Wir freuen uns über das riesige Interesse, das die gigantische Hamburger Softwarefirma an ihren Produkten, am Schach insgesamt und an ihrem kleinen Schachrätsel-Turnier geweckt hat. Natürlich aber ist das nur eine tolle Ergänzung, kein Ersatz des beliebten ChessBase-Seminars! Das findet statt! Martin Fischer dazu:

"Das ChessBase-Seminar werde ich am Sonntag um 11.00 Uhr halten. Dauer ca. 120 Minuten.

Thema wird sein: Grundlegende Trainingsmethoden mit ChessBase 13 und dem ChessBase-Magazin.

In diesem Seminar werde ich das ChessBase-Magazin und Trainings-Möglichkeiten besprechen, insbesondere: Nachspielen von Partien, Nutzung von Trainingsfunktionen in ChessBase; Arbeit mit dem Strategie-Artikel und den Trainingsaufgaben; Einpflegen von Eröffnungsartikeln in das Eröffnungsrepertoire; Move-by-Move Video von Simon Williams."

Das wird spanend und lehrreich! Also nochmals: Sonntag um 11.00 Uhr

Und weil wir gerade über Uhrzeiten reden: Du darfst eine Stunde länger schlafen. Ab Sonntag gilt wieder die Normalzeit, die Uhr wird also 1 Std. zurück gestellt, Sommer ade.

"ChessBase wurde 1985 von Matthias Wüllenweber und Frederic Friedel gegründet. Dritter Gesellschafter neben Wüllenweber und Friedel wurde der Hamburger Stützpunkttrainer Gisbert Jacoby", sagt uns Wikipedia gleich mal vornewech. https://de.wikipedia.org/wiki/ChessBase

Donnerwetter! Dreißig Jahre schon ... Und es gibt wohl keinen ernsthaften Schachspieler, der nicht schon reichlich mit den Programmen dieses Hauses zu tun gehabt hätte. Natürlich gibt es (sich aber nicht recht durchsetzende) alternative Produkte. Das ist sicher gut für die Schachwelt, aber auch gut für ChessBase – ein zweiter, dritter usw. Anbieter zwingt halt zur ständigen Verbesserung und Bewegung. Ist wie mit dem Damengambit: Uralt, aber es gibt doch immer wieder etwas Neues, weil eben irgendwo in der Welt ständig dran gebastelt wird.

Wir freuen uns, wenn Du einer der glücklichen Gewinner beim "Rätsel-Wettkampf" wirst.

Jubiläumsgold

"Mehr und mehr schrumpft die Skulptur zu einer Kleinkunst zusammen und beschränkt sich allmählich auf die Stoffe, mit welchen sie einst in uralten Zeiten begonnen, auf Gold, Silber, Erz und Elfenbein. Und dabei machen ihr fast in allen Gattungen, die sie noch vertritt, das Email, die Malerei und die eingelegte Flacharbeit die Stelle streitig." Nicht von den Ehrungen und Auszeichnungen der DSAM spricht hier Jacob Burckhardt d.J. in seinem bekannten Text "Der Cicerone" (1855), sondern "von Elfenbeindeckeln, welche den Konsul oder den Kaiser darstellen." Tja, wer's mag ...

Na gut, so was haben wir nicht im Angebot. Zunächst mal - nur zur Erklärung für unsere Jüngeren - spricht der Jockel da oben über Emaille und nicht über e-mails. Hm, also weiter ... Elfenbein hat sich ja zum Glück sowieso erledigt. Gibt's nicht. Außerdem schrumpelt hier nix zusammen, dass das auch mal klar ist. Und Gold ... äh ... ja ... war zu teuer.

Im Ernst: Tatsächlich waren wir froh, wieder silberne Springer für das jeweils fünfundzwanzigste Turnier vergeben zu dürfen. Verliehen wird hier nichts, wir wollen es ja gar nicht wieder zurück haben. Und da waren ... zuerst mal die bronzenen Springer für die Schachfreunde, die heute ihr zehntes Turnier erleben. Die sind sowieso hübscher. Die Springer.

10x teilgenommen haben:

Olaf Arndt, Horst-Emscher (die einzige Stadt mit Vornamen), Gr. B        
Wolfgang Cleve-Prinz, Altenkirchen, Gr. B
Andreas Heun, Ladja Roßdorf, Gr. C (auch so ein Vornamen-Verein) 
Felix Schlitzer, TuS Dotzheim, Gr. C
Beate Wolff, VSG Offenbach, Gr. F
Antje-Christine Krüger, TSG Rot-Weiß Fredersdorf/Vogelsdorf, Gr. F

Und nun ... Licht aus! Spot an!

25 mal mit dabei waren und sind:

Björn Bente, Hamburger SK, Gr. A
Kai Boll, Wrist-Kellinghusen, Gr. F
Dagmar Knobel, Bille SC, Gr. D
Bernd Krüger, Waldkirch, Gr. C

Die Freude nimmt ja kaum ein Ende, denn gerne danken wir auch jenen, die mit uns am Schachbrett ihren Geburtstag. Schachspieler sind eben intelligente Menschen. Das sind Udo Mahnke, Wolfsburg und Vladimir Modric, König Nied und David Henrich Niederbrechen. Genaue Daten liegen der Redaktion vor, sollten aber besser bei den Feiernden selbst erfragt werden. Das mit dem Feiern geht heute ganz gut, denn die Nacht ist eine Stunde länger:

S O M M E R Z E I T   endet! Eine Stunde zurück - stellen!

Bei allen Statistiken ist es schöne Tradition, den ältesten und den jüngsten Teilnehmer zu nennen, was auch ein wenig die Bandbreite unserer Sportart bezeichnet:

Hans Werbe von der SK Doppelbauer Kiel wurde 1936 geboren. Unser ältester Teilnehmer spielt in der Gruppe E flotte Partien. Drei Jungsenioren mit dem Jahrgang 1938 wurden da ganz gelassen weit abgeschlagen ...

Frieda von Beckh ist jüngste Teilnehmerin des Turniers! Unsere Schachfreundin in der F-Gruppe vom SC Eschborn kam Ende Juli 2007 zur Welt und ist damit ein paar Monate jünger als Felix Tiggemann.

In den Startblöcken zur Zielgeraden

F-Gruppe: Dr. Reinhart Scholl, Essen. Ich dachte mir schon, als sich Schachfreund Scholl und seine Begleiterin im Voraus für ALLE Turniere der DSAM anmeldeten, dass es sich bestimmt um bisher verkannte Fachkräfte handeln würde. Mindestens aber werden sie das nach der Saison sein, schließlich fördert steter Wettkampf die Spielkraft.

Und, siehe da in der F-Gruppe, der Dr. Scholl: Vier aus vier. Und das mit der DWZ: Ändert sich. Die 1077 befindet sich im Fahrstuhl nach oben.

Aber mindestens Sebastian Winkler, Firas Al-Butmeh und Sara Baltic sollten den Mut keinesfalls sinken lassen! Die haben nämlich alle 3,5 Punkte. Runde fünf ist also wie das bekannte Duell vor dem Saloon: "Zieh!" Und zwar in den Spitzenpartien Dr. Reinh. Scholl - Sara Baltic und Seb. Winkler - FirasAl-Butmeh

E-Gruppe: Wieso hat Felix Scholz noch keinen Verein? DWZ 1409, stramme 3,5 aus vier, Führung der Tabelle ... da müssten die Clubs doch Schlange stehen! Zunächst mal könnten allerdings in der Schlussrunde die weißen Figuren von Jonas Eilenberg vor seinem Königsflügel Schlange stehen, denn der hat ebenso 3,5 Punkte. Die hat Joel Börkey aber auch ...

D-Gruppe: Vier Punkte, ist das viel? Wenn man sie nach vier Runden hat, ganz gewiss! Sonst aber auch. 4 Punkte hat Hannah Möller vom SV Lingen, Rating 16 Uhr 51, aktuell DWZ 1712 / Elo 1638 (bevor es jetzt einen empört aus dem Sessel katapultiert: Für die DSAM gilt immer das Rating vom 1. Oktober), nach aktuellem Kenntnisstand nicht verwandt mit Schiedsrichter Matthias Möller, geboren 2000 (so runde Zahlen sind doch immer Schätzwerte! - Oder?) und eine Cup-Spielerin: Ihme-Cup, Ems-Vechte-Cup, Princess Cup, Oker-Cup, Wieste-Cup, Gütersloher Spar-Cup, ... also, ich nehme ja meistens den Erdbeer-Cup. Mit Strazzi. War aber nicht dabei.

Der von uns schon als besonders geheimnisvoll identifizierte Schachfreund Ilia Khassine, Berlin, null Verein, 1600er Rating, hat sich mit 3,5 Punkten aktuell auf Platz 2 gespielt, gleichauf (!!) mit Johannes Thormeier aus Wolfsburg und Noah Paquay, dessen Vereinsname die Richtung in der Tabelle schon vorgab: Vorwärts Aachen.

C-Gruppe: In dieser Gruppe haben wir etwas, was wahrlich nicht oft geschieht, falls es überhaupt schon einmal vorkam: Jetzt, in der letzten Runde, gibt es zwei Spieler mit noch jeweils 100%!

Wie die das gemacht haben? Ach, was weiß ich ... Und wer das ist? Es sind Michael Budde von der SC Flörsheim und Markus Kirchner (10 Jahre) von den SF Schöneck. Vier Punkte. Man fasst es nicht. Schachfreund Budde (DWZ 1773 / Elo 1873) war Vierzehnter der Setzliste, während aber Schachfreund Kirchner ... ja, da muss ich jetzt mal weiter unten ... Siebenundachtzigster (!!!) der Setzliste war (DWZ 1701 / Elo 1694). Das Rating reichte um nur einen einzigen Punkt überhaupt gerade noch, in der C-Gruppe mitspielen zu dürfen. Und jetzt 100%! - - Warten wir ab, was draus wird. Und auch, wie die anderen so spielen. Der Frank Deckert, Holzminden, hat nämlich 3,5 Punkte.

B-Gruppe: In dieser von 2100 bis 1901 TWZ reichenden Staffel ist es auf andere Weise hochspannend. Robert Siemes, Ratingen - Sandro Kleinen, Übach - Hans Schwarz, Magdeburg - Ruben Gideon Köllner, Bergneustadt, das sind die vier Spieler, die mit "drei aus vier" in die letzte Runde gehen. Wer meint, das sei ja leicht überschaubar, der möge bedenken, dass gleich dahinter mit je 3,5 Punkten die Schachfreunde Wagner, Zweschper, Kuhn und Ed.Schwarz in durchaus noch hoffnungsvoller Position verharren.

A-Gruppe: In unserer Diamant-Gruppe liegen tatsächlich die in Führung, die wir vorher schon auf Grundlage der Setzliste im Blick hatten! Eine weitere Seltenheit dieses Turniers. Björn Bente hat 3,5 Punkte und ist damit momentan alleiniger Erster; Oliver Kniest hat 3,0 Zähler, aber Denis Mager hat die auch. Und der hat jetzt Schwarz gegen Björn Bente. Dr. Frank Hoffmeister versucht derweil mit seinen weißen Steinen Vorteil gegen Oliver Kniest nachzuweisen. Bleiben Sie dran! Gehen Sie nicht weg! Es bleibt spannend ...

Die Spiele sind beendet

Nun auch wieder im vertrauten Bild mit dem aus Dresden herbei geeilten Turnier-Direx Dr. Dirk Jordan wurden die Sieger geehrt. Das ist immer spannend und gut besucht, weil die Namen der zu Ehrenden vorher nicht ausgegeben werden (auch nicht an die schwitzende Redaktion) und weil es sich ja sowieso gehört, nach einem sportlichen Wettkampf als Teilnehmer dem Sieger Respekt und Beifall zu zollen. Etwas Anderes käme unseren Mitstreitern aber ja sowieso nicht in den Sinn - nicht wahr? - Fangen wir dabei aber auch noch kurz ein, wie so manches sich am Morgen entwickelte:

A-Gruppe:

″Bente macht remis! Jetzt hat er vier-null!″ lautete die Mitteilung gegen elf Uhr, nachdem man gerade (hoffentlich) alle Uhren wieder auf Normalzeit umgestellt hatte. Völliger Irrsinn, diese überflüssige Umstellerei und das zweimal im Jahr. Egal.

Im Klartext hieß das: FM Björn Bente hatte am Spitzenbrett mit Dennis Mager remisiert, damit hatte a) der Hamburger Bente 4,0 Punkte, b) der Frankfurter Dennis Mager kam auf schöne 3,5 Erfolge und nun schauten alle, was denn c) am zweiten Brett in der Partie Dr. Frank Hoffmeister (2,5 pt.) - Oliver Kniest (3,0 pt.) geschehen würde. Letzterer, musste gewinnen, um Erster zu werden. Den Platz unter den ersten Sechs für die Final-Qualifikation schien er ja schon in der Tasche zu haben, der Kniest - oder wo immer man so einen Platz verstaut. Derweil gewann auch Dr. Gerhard Köhler gegen Patrick Chandler. Beide hatten bisher 2,5 Punkte, der Hallenser dottore nun also 3,5. Das war für Dr. Köhler ziemlich sicher die Final-Qualifikation - aber auf welchem Platz? Es sollte der vierte werden.

Bente, Kniest, Mager, Dr. Köhler, Lenhardt und Dr. Hoffmeister lautete am Ende die Reihenfolge. Diese sechs sind im Finale.

+ + +

B-Gruppe:

Robert Siemes

Robert Siemes

Robert Siemes spielt im Ratinger Schachklub 1950. Mit seiner DWZ 1922 und Elo 2056 ging der 1967 Geborene als anerkannt starker Spieler ins Turnier, stand aber auch nicht gerade im Fokus. Die Ratinger bewegen vieles, es ist ein attraktiver Verein. Das dachte sich auch Melanie Ohme, die dort kürzlich simultanisierte.

In der Bezirksliga und Verbandsklasse Niederrhein erspielt Robert Siemes für seinen Verein ordentliche Ergebnisse, aber, seien wir ehrlich, das ist nicht die Bundesliga. Auch das Halbfinale der diesjährigen Niederrheinischen Pokaleinzelmeisterschaft (Teilnehmer u.a. Oliver Kniest ... man kennt sich) ließ noch niemanden diesen schönen Erfolg ahnen, den Meister Siemes jetzt in B-Gruppe der DSAM erspielt hat. 4,5 aus fünf, schon kurz nach dem zweiten Kaffee am Sonntag, das ist schon eine Ansage, Donnerwetter!

Dann aber siegte Sandro Kleinen. Der war an 16 gesetzt, hatte Schwarz gegen Erich Zweschper und vor allem hatten beide bis dato 3,5 Punkte. Also noch keine vorzeitige Siegesfeier im Hause Siemes, jetzt musste es mal wieder das Fallbeil der Feinwertung richten.

Am Ende war der blonde Ruben Gideon Köllner Zweiter, Erich Zweschper sprang auf den Bronze-Platz, der sich irgendwie an unserer Redaktion vorbei ″mogelnde″, an Zwei gesetzte Schweriner Ralph Wagner wurde Vierter und der Platze fünf ging an Sandro Kleinen, Übach. Beste Frau des Turniers und dann doch souverän für das Finale qualifizierte Sechste dieser ″Silber-Gruppe″ ist Franziska Beltz!

″Meine Damen und Herren, diese Spielerin ist nun schon mehrfach auffällig geworden ...″ könnte es bei XY heißen - aber immer positiv auffällig! WFM Franziska Beltz wurde 1986 geboren, nahm für uns, also für Dich und mich, im Team Deutschland 3 an der Schacholympiade 2008 in Dresden teil, spielte je 3x an Jugendeuropa- und Jugendweltmeisterschaften mit ... eine Berühmtheit. Und jetzt hier in Bad Soden. Erfolg. Jubel. Wir freuen uns sehr darüber und über ihre Qualifikation.

+ + +

C-Gruppe:

Ein nachvollziehbar frühes Remis gab es am Spitzenbrett in der denkwürdigen Partie Markus Kirchner gegen Michael Budde. ″Denkwürdig″, weil es schlicht sensationell ist, in der Schlussrunde zwei Wettkämpfer mit je 100% aufeinander stoßen zu sehen. ″Nachvollziehbar″, weil damit beide, komme was wolle, mit 4,5 Punkten absolut sicher für das Finale qualifiziert waren. Wer denn nun Erster war und vor allem, ob denn vielleicht noch Frank Deckert aufschließen könnte, war hingegen unklar. Meister Deckert kontierte bis dato 3,5 Punkte, hätte also nach einem möglichen Weiß-Sieg gegen den an Eins gesetzten Jürgen Stock (3,0 pt.) auch 4,5 Punkte ... verwirrend.

″Ja, dann rechnest Du mal eben die Buchholz-Zahlen durch und dann hast Du's doch″, wird einem dann auf dem Flur zwischen Saal und Büro durchaus freundlich geraten. Ja, wenn's denn so einfach wäre ... Die Feinwertungen bilden nun mal die Ergebnisse der Spieler ab, mit denen man im Turnier zu tun hatte. Und deren letzte Resultate liegen oft noch gar nicht vor, während die Runde läuft. Mithin: Auch die Turnierleitung kann auch für sich selbst in keinem Fall abschätzen, ″ob's für Spieler xy gereicht hat″, selbst wenn sie wollte. Zudem sind die Ergebnisse auch immer erst nach der Ehrung der Sieger vorhanden.

Es reichte. Jedenfalls für sechs Spieler, die sich für das Finale qualifiziert haben, die Reihenfolge lautete Kirchner, Budde, Deckert, Foskanyan, Densing und Schlierf. Beste weibliche Teilnehmerin dieser Gruppe wurde Estelle Morio, die damit auch fürs Finale qualifiziert ist.

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D-Gruppe:

Hannah Möller

Hannah Möller

Hannah Möller, die phantastisch mit bisher 100% durch das Turnier gegangen war, zeigte sich am Sonntag gnädig - lag vielleicht am guten Frühstücksbuffet - und akzeptierte ein frühes Remis. Sie hatte damit 4,5 Punkte, ihr heutiger Schachpartner Noah Paquay kam auf 4,0 Zähler und dürfte damit auch final-qualifiziert gewesen sein. Aber ... Ilia Khassine siegte am zweiten Brett mit Schwarz gegen Johannes Thormeier (der nur an 35 gesetzt war und also ein grandiose Turnier spielte!). Meister Khassine hatte damit ebenfalls 4,5 Zähler. Er gehört zwar keinem Verein an, aber da war doch was ... genau! Abraham Khassine wurde 1963 Zweiter der Moskauer Meisterschaft (Erster Anatoli Bichowsky) und ganz sicher war dasa damals eins der stärksten Turniere der Welt. Der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm.

Die Gruppensiegerin Hannah Möller war natürlich auch die beste weibliche Teilnehmerin dieser Staffel. Ihr folgten als ebenfalls Final-Qualifzierte die Spieler Khassine, Künitz, Paquay, Jennewein, und Schöler.

+ + +

E-Gruppe:

Jonas Eilenberg siegte. Zunächst mal nur in seiner letzten Partie gegen Felix Scholz. Eine gute Weile später, wegen der Spannung, siegte aber auch Joel Börkey gegen Andreas Miltner. Damit hatten Jonas und Joel 9,0 Punkte. Jeder 4,5. Also: Feinwertung abwarten ... Und da ist sie!

Die Reihenfolge der Qualifzierten lautet: Börkey, J., Eilenberg, Spreu, Scheunemann, Grunwald und Scholz. Das Friedberger Burgfräulein Maxima Scheer war beste weibliche Spielerin.

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F-Gruppe:

Dr. Reinhart Scholl gegen Sara Baltic

Dr. Reinhart Scholl (rechts) gegen Sara Baltic

Dr. Reinhart Scholl ist der Held des Turniers. Wer mit 100% = 5,0 Punkten durch das Turnier rauscht, ist einfach großartig. Der Essener gewann auch seine letzte Partie gegen die gleichwohl großartig aufspielende Sara Baltic, die damit bei 3,5 Pkt. blieb.

Und der Zweite? Das war auch nach Schluss der Runde lange unklar, denn Sebastian Winkler und Firas Al-Butmeh remisierten und gleich daneben gewannen Jannick Steinkönig und Anja Yüksel ihre Schwarz-Partien, so dass alle vier auf 4,0 Punkte kamen. Wie soll man sich da noch auskennen? Für mich sind solche ″Gleichauf-Spieler″ irgendwie immer alle geteilte Zweite - aber solche Ideen scheitern schlicht an den Notwendigkeiten der Preisvergabe und oftmals auch daran, dass die Quali-Plätze eindeutig vergeben werden müssen, sonst hätte man ja am Ende wer weiß wie viel Spieler im Finale.

In der Reihenfolge der Tabelle lösten sich dann alle Fragen auf: Dr. Scholl, Steinkönig, Al-Butmeh, Winkler, Yüksel und Baltic. Obwohl Sara Baltic dicht dran war, wurde Anja Yüksel beste Spielerin dieser Gruppe.

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Zum Abschluss der Siegerehrung wurden dann noch die Preise der ChessBase-Challange verlost. Unendlich viele Taktikaufgaben wurden durch die DSAM-Spieler am ChessBase-Stand von Martin Fischer gelöst. Es lohnte sich, bis zum Schluss der Siegerehrung zu bleiben. Glücklicher Gewinner des ChessBase 13 Premiumpakets war Baran Yüksel aus der F-Gruppe. Ein zusätzliches ChessBase 13 Startpaket erhielt Dirk Altenbernd.

Das war ein schöner Wettkampf zum Auftakt unserer DSAM-Saison; so kann's gerne weitergehen.

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