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Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft
RAMADA Cup 6³   2010/2011

Qualifikationsturnier Brühl-Köln

4. bis 6. März 2011

Spielort:

RAMADA Hotel Brühl-Köln

Turnierinformationen:

Teilnehmerliste:

Gruppe A · Gruppe B · Gruppe C · Gruppe D · Gruppe E · Gruppe F

Rangliste:

Gruppe A · Gruppe B · Gruppe C · Gruppe D · Gruppe E · Gruppe F

Ralf Mulde berichtet aus Brühl

RAMADA Cup im Brühler Karneval wieder riesiger Erfolg

Güttler-Lieven in Karnevalsdienstkleidung

Knapp 400 Verrückte, die mitten in der "Alaaf-Zeit" zusammenkommen, nicht um Funkenmariechen tanzen zu sehen, sondern um im RAMADA Hotel miteinander Schach zu spielen - herrlich!

Die nette Hoteldirektorin Ulrike Güttler-Lieven machte auf die sehr lange Tradition des Turniers hier in ihrem Hause aufmerksam; inzwischen ist das zehnte Jahr der Deutschen Amateurmeisterschaft erreicht worden. In Brühl begann es zunächst als "TREFF Cup", dann wurde es der "RAMADA-TREFF Cup", bis es dann, jeweils im Wechsel der Namen der Hotelgruppe, der allgemein so genannte "RAMADA Cup" wurde. Das erste Turnier fand 2001/02 noch im Rahmen der Jubiläumsfeiern des Deutschen Schachbundes statt und war mit seinen damals 220 Teilnehmern als einmalige Veranstaltung geplant, damals übrigens noch im Herbst stattfindend. Aber es ging weiter und 2002 waren es schon 267 Spieler. Beim diesjährigen Turnier wurden sogar 347 Schachartisten, jung und alt, klein und groß, männlich und weiblich, in sechs verschiedenen Leistungsgruppen an die Tische entsandt.

Turnierorganisator Dr. Dirk Jordan begrüßte die Spieler namens des Deutschen Schachbundes und verkündete die Regularien der kommenden drei Tage, also die Bedenkzeit etc. "Die Deutsche Amateurmeisterschaft in Brühl ist nun total ausgebucht, ein riesiger Erfolg", strahlte er, "bis auf zwei Stühle ist im Saal jeder leere Fleck besetzt." Auch dem WDR Fernsehteam, "Radio Erft" und dem "Kölner Stadtanzeiger" gegenüber zeigte er gerne seine große Freude über diese, im Rahmen des Karnevals wohl einmalige Veranstaltung.

Eine vom Referenten für Breitenschach des Deutschen Schachbundes, Ralf Schreiber, verkündete Neuerung, wurde von allen stürmisch begrüßt, nämlich der für die Serie per sofort eingeführte "Familienrabatt" des Turniers: Familien, die aus mehr als drei Spielern bestehen, zahlen ab dem vierten Teilnehmer kein Startgeld mehr. Die in der Schachwelt wohl bekanntesten Nutznießer dieser Regelung war die Familie Hund; der seit 1948 im Schach aktive Gerhard Hund, spiritus rector der Seite www.teleschach.de, führte wie immer seinen insgesamt 6-köpfigen "Clan" an, darunter die weibliche Großmeisterin Barbara Hund, ihre Schwester Isabel und die verheiratete Schwester Susanne van Kampen. Barbara Hund war deutsche Nationalspielerin, bevor sie in die Schweiz umsiedelte.

Dr. Hans-Jürgen Weyer

Launige Worte zwischen Karneval und Schach fand der Präsident des Schachbundes Nordrhein-Westfalen, der zugleich Vizepräsident des Deutschen Schachbundes ist. Gerade in diesen Zeiten jedenfalls, sagte Dr. Weyer sei es vielleicht besser, den Doktor-Titel zu verschweigen; wer weiß, wer sonst womöglich die Dissertation auf kopierte Fundstellen untersuche … Er sei nun zum letzten Mal als NRW-Präsident hier. Das Amt habe er seit Beginn des RAMADA Cups, also seit zehn Jahren ausgeübt und werde nun nicht mehr kandidieren, weil, wie Dirk Jordan ergänzte, Hans-Jürgen Weyer für das Amt des Präsidenten des Deutschen Schachbundes kandidiere. Nach dieser kurzen Einführung in das Geschehen wurde das Turnier in der Hoffnung eröffnet, dass alle Spieler trotz der Folgen des Bahnstreiks rund um Bonn rechtzeitig ihre Partien erreichten.

Der Schachstand im Turnier: wichtige Anlaufstation

Aussteller für Bücher, DVDs und gute Ratschläge und damit Partner des RAMADA Cup war in Brühl 2011 Reinhold Dreier mit seinem Ludwigshafener Vertrieb und Verlag www.dreier-verlag.de. Die meisten seiner Direktkunden hat Herr Dreier natürlich im Rhein-Neckar-Kreis.

Mindestens die deutschen Schachfreunde kennen natürlich die im Dreier Verlag hergestellten Bücher mit Autoren wie Egon Varnusz, Erich Siebenhaar, Attila Schneider, Lothar Nikolaiczuk und vielen, vielen anderen, aber heute führt der Verlag nur noch selten eigene Buchprojekte durch. Auch die Erstellung von DVD's überlässt er lieber anderen und konzentriert sich so auf das, was seine Firma in verlässlicher Qualität, sorgfältiger Herstellung und angemessenen Preisen erstellen kann.

"Eröffnungsbücher sind am meisten gefragt, oft zu bestimmten Varianten. Auch Repertoirebücher werden oft gewünscht." Selbstverständlich werden auch die ratlosesten (oder umgekehrt die ganz zielbewussten) Kunden von Herrn Dreier präzise und sachverständig beraten, wie wir es an seinem Stand miterleben durften.

Hubert Walkewitz
Gottfried Schoppe

Neben dem Stand sehen wir zwei Spieler, die während des Turnieres Geburtstag haben: Hubert Walkewitz und Gottfried Schoppe wurden genau am 5. März geboren. Schachfreund Walkewitz begeht darüber hinaus noch einen besonderen Ehrentag: Er nimmt zum zehnten Mal an einem RAMADA Cup teil. Wir gratulieren!

Sophie Schröter von der SG Porz startete unglücklich mit zwei Niederlagen, kämpfte sich mit einem folgenden Sieg wieder an das Feld heran.

Schach geht weiter! Karneval auch

Referent gratuliert zum Geburtstag: Walkewitz, Schreiber, Schoppe

Zum Rundenbeginn hörten die Teilnehmer wie immer die Erkennungsmelodie "One Night in Bangkok", das ist das Zeichen: Aufgemerkt, es geht los! Organisator Dr. Dirk Jordan ehrte jedoch eingangs der dritten Runde der Deutschen Amateurmeisterschaft erst noch einige Schachfreunde: Hubert Walkewitz und Gottfried Schoppe feierten während des Turniers ihren Geburtstag.

Der Ehre war noch lange nicht genügt, denn eine ganze Reihe von lieben "Dauergästen" im Turnier sollten bejubelt werden. Zum zehnten Male nahmen sie teil: Andre Kienitz und wiederum Hubert Walkewitz aus der Gruppe A, Achim Bosma und Jürgen Stock aus der Gruppe B, Silvio Alten, Michael Schimmer und Dieter Wernard aus der Gruppe C, Herbert Adomeit, Danny Arns, Jens Koch, Shahram Parvin und Paul Schmitz aus der Gruppe D.

Einige Regularien hatten sich noch nicht in jedes Gedächtnis eingeprägt: Die Buchholzwertung wird mit einem Streichergebnis ermittelt, der schlechteste Wert bleibt also unberücksichtigt. Noch viel besser als ein unter den Tisch gekehrtes Ergebnis mag für manchen sein, dass es zusätzliche Preise gibt! Das großartige Buch "Unglaubliche Schachpartien" von Martin Rieger wurde dem Veranstalter von Michael Schönherr "SchachZeitung" in einigen Exemplaren zur Verfügung gestellt und nach dem raffinierten Kriterium des Mathematikers Dr. Jordan, "es gewinnt der, der auf einem Platz landet, der einer Primzahl zwischen 10 und 33 entspricht", unter die beneidenswert Glücklichen verteilt.

Karneval und Schach

Die nächste Runde am Sonntag beginnt um 09:00 Uhr; einige Spieler baten darum, das zu wiederholen. Ja, der Karneval fordert eben auch manchmal seine Opfer … Die Organisatoren gehen davon aus, dass wie in jedem Turnier die Siegerehrung pünktlich um 14:15 Uhr beginnen wird. Um zwischen der letzten Runde und der Preisverleihung die kurze Wartezeit zu überbrücken, wird Dr. Dirk Jordan einen vergnüglichen, mit Bildern unterlegten Bericht über eine Veranstaltung präsentieren.

Detlef Schott, ein ganz normaler Spieler der C - Gruppe?

Mit einem Spieler jenseits der ganz großen Wertungszahlen wollten wir auch einmal reden, der vielleicht nicht der Endsieger des Finales werden wird, aber mit Spaß und Engagement bei der Sache ist … aber vielleicht liegt es am Karneval, dass "normal" in Brühl einfach nicht zu haben ist.

Detlef Schott spielt bei der Deutschen Amateurmeisterschaft in der Gruppe C, mit einer DWZ von 1842 lag er nach drei Runden mit 2,5 Punkten auf dem zwölften Platz. "In meinem Verein, bei den Schachfreunden Erkelenz, habe ich schon fast alle Posten durch, die man so besetzen kann", erklärt mir der freundliche Bartträger. "Momentan bin ich Jugendleiter." Achtzehn Jugendliche seien es unter den fünfzig Mitgliedern und Detlef Schott nimmt es gerne auf sich, das Training bzw. die Übungsnachmittage für den Nachwuchs zu leiten, die Junioren zu den Mannschaftskämpfen zu fahren und auch sonst einfach für sie da zu sein.

Wer den komplett ausgeglichenen Mann vor sich sitzen sieht, glaubt ihm nicht, wenn er einem erzählt, dass er zum Jähzorn neige und lange gebraucht habe, das unter Kontrolle zu bringen. Auch dafür sei Schach eine gute Übung, um die eigene soziale Kompetenz erweitern zu können. "Irgendwann habe ich eine DWZ von 1920 gehabt", lächelt er, aber wie das Leben und der jeweilige Gegner eben so spielt…

Erhebliche Probleme habe er mit der Konzentration bekommen, bis er dahinter kam, dass ihm die rutschende Brille gelegentlich die Luft durch die Nase nahm; ein simples sozusagen "Antirutsch" - Pflaster auf der Nase sorgt seither für bessere Ergebnisse. Sein Vater habe ihm Schach beigebracht, erst als er fünfzehn oder sechzehn war, ziemlich spät, 1979 war das. Obwohl ihm seine Familie und sein Beruf als Heizungsmonteur nicht viel Zeit lasse, trainiere er doch täglich rund eine Stunde Schach, besonders beim Deutschen e-mail Schachclub DESC, wo Fernschach kostenfrei auf hohem Niveau gespielt wird.

Das doppelte Lottchen der Deutschen Amateurmeisterschaft

Zwei junge Damen gewährten uns freundlich, wie sie eben so sind, das Interview am Sonntagmorgen: Maria Sophie Bajorski (1357) vom SV 1920 Hofheim und Sarah Hund (1137), vom SK Freiburg Zähringen 1887. Maria ist jetzt dreizehn Jahre jung und Sarah ist viiiiel jünger, nämlich zwölf. Mit fünf bzw. sechs Jahren begannen die beiden charmanten Schülerinnen mit dem Schach, bei Sarah eine ganz normale Sache, denn sie ist momentan jüngster Spross der "Hund-Dynastie". Familie Hund ist mit sechs Familienmitgliedern angereist. "Ich spiele in der E-Gruppe. Leider habe ich erst eine Partie gewonnen und schon drei verloren", erklärte mir Maria. "Jetzt werde ich gegen einen Berliner mit 1350 spielen. Mit Weiß! Hoffentlich schaffe ich diesmal einen Sieg", lächelt sie. Sie wolle jetzt ehrgeizig an die Sache herangehen, verspricht sie.

Sarah Hund und Maria Bajowski

Sarah hat bisher 2,5 Punkte erspielt und wird heute in der E-Klasse mit einem Spieler aus dem Siebengebirge zu tun haben, der zwar gute 700 DWZ aufweist, aber Sarah ist mit vierhundert Ratingpunkten mehr natürlich die klare Favoritin, nicht wahr?

Die beiden Mädchen sehen sich wirklich sehr ähnlich und tauchen während des Turniers und im Speisesaal stets zusammen auf, ein bisschen an das "Doppelte Lottchen" erinnernd. "Nein, wir haben uns erst auf der Fahrt hierher kennengelernt" korrigiert Sarah. Und gerade, als so manche noch ungestellte Frage nach oben drängte, signalisierte die Turnierleitung: "Es fängt los!" Ich wünschte meinen beiden an die Plätze strebenden Gesprächspartnerinnen viel Spaß - und viel Erfolg bei ihren Partien.

RAMADA Cup Brühl 2011 beendet

Die Gruppe A der Deutschen Amateurmeisterschaft in Brühl 2011 sah mit Boris Prizker (2264) vom SK Schweich seinen stark aufspielenden Sieger. Er trat in der letzten Runde in einem echten Endspiel gegen FM Manuel Dargel (2232) an und beide sahen nach langem Kampf ein: "Mehr als remis geht hier nicht". Es wurde jetzt ers recht spannend, denn die nachfolgenden, in der Zeit siegenden Spieler hatten nun die gleiche Punktzahl wie die erwähnten Jungs aus dem Endspiel. Zu guter Letzt also musste einmal mehr das System von Bruno Buchholz (Magdeburg, 1932) herhalten, die nach ihm benannte Feinwertung.

Und selbst das reichte nicht. Peter Ilyaguev, der sich mit einem Sieg nach vorne gespielt hatte und FM Manuel Dargel waren plötzlich auf dem geteilten zweiten und dritten Platz zwei komplett punkt- und feinwertungsgleiche Spieler. Weil aber mit diesen Plätzen zwei unterschiedlich große Skulpturen als Trophäe verbunden waren, musste eine Entscheidung her. Flugs fanden sich die Organisatoren des Cups bereit, eigenes Geld zu riskieren und per Münzwurf den von Fortuna und Caissa Begünstigten zu ermitteln. Das Euro-Stück wurde geworfen, es rollte, es kam zum Stillstand … und zeigte "Zahl" und damit loste Fortuna dem FM Manuel Dargel die etwas größere Statuette für den zweiten Platz zu.

Am anderen Ende gab es einen parallelen Fall; die Schachfreunde Ohse und Langer waren auf dem 6./7. Platz perfekt ergebnisgleich. Weil der Erste schon vorqualifiziert war, kam für den Sechsten die Qualifikation für das Finale ins Spiel. Die Turnierleitung entschied mit der im RAMADA Cup eigentlich selbstverständlichen Großzügigkeit, dass beide Spieler an der Endrunde teilnehmen dürften und zwar neben Philip Heuser, Roland Graf und Michael Stockmann.

"Vor das Endspiel haben die Götter das Mittelspiel gesetzt", mahnte uns Tarrasch. Auf den RAMADA Cup übertragen heißt das: "Vor das Finale in Magedeburg hat der Turnierplan noch die Vorrunde in Kassel gestellt!" Das ist also eine gute Chance für jeden Spieler, sich zwischen dem 08. und 10.April 2011 im gut erreichbaren Kassel doch noch für das Finale in Magedeburg (und von da natürlich weiter zur Deutschen Meisterschaft!) zu qualifizieren. "Die Plätze 1-6 jeder Wertungsgruppe qualifizieren sich für das Finale der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft RAMADA Cup 6³ in Magdeburg."

In der Gruppe B trat der bis dahin als Mister 100% zu bezeichnende Eduard Schwarz … mit Weiß gegen Johannes Mundorf (bis dahin 3,5 Punkte) an. In der Paarung Robert Begri und Michael Drzasga spielte an Brett zwei aber noch weitere "siegerverdächtige" Spieler am Nebenbrett gegeneinander. Spannung! Nun, bei "Mister 100%" riss die Serie, aber das Remis genügte ihm natürlich für den Turniersieg in dieser Gruppe. Kurios: Jetzt hatten alle nachfolgenden Spieler 4,0 Punkte, so dass die Feinwertung das entscheidende Wort hatte. Robert Begri wurde Zweiter, Johannes Mundorf Dritter und in der Reihe folgten Michael Drzasga, Uwe Hartig und Leo Evers.

Ähnlich wie in der Gruppe B sah das Bild der Gruppe C zu Beginn der letzten Runde aus: Ashkan Sharifi Shamili führte mit der maximalen Punktzahl von 4,0 und spielte mit Weiß gegen Hartmut Fast (3,5 Punkte). Aber es gab im Hintergrund (aus dem ja bekanntlich immer Rahn schießen müsste) noch mit Christian Köhler, Axel Schmidt und Detlef Schott drei weitere Spieler mit 3,5 Punkten. Bei nur fünf Runden liegen die Spieler am Ende eben oft sehr eng beieinander.

Am Ende schaffte Christian Köhler mit 4,5 Pkt. doch noch den Sieg in dieser Gruppe, eine tolle kämpferische Leistung! Übrigens: Wer in dieser Klasse im Finale gewinnt, ist damit ebenso Deutscher Amateurmeister wie der "Kollege" in der Gruppe A, B oder F; nur die "Gewichtsklasse" ist eben eine andere. Der zweite Platz gelang Hartmut Fast; ihm folgten Ashkan Sharifi Shamili, Dirk Brixius, Achim Jürgens, und Michael Kemper. Christian Köhler zeichnete sich noch dazu dadurch aus, in dem Schachclub mit dem womöglich längsten Namen in Deutschland zu spielen: "Vereinigung der Schachsportfreunde Stadtverwaltung Bonn".

In der Gruppe D entstand zwischen Ewald Engel (4 Pkt.) und Bianca Stolcz (3,5) ein hochinteressantes Springerendspiel, das gleichsam bis zur letzten Spielminute ausgekämpft wurde. Der Mehrbauer der Spielerin Mainaschaff entschied letztlich den Tag für sie. Aber das Turnier sah am Ende doch Schachfreund Babs De Leroy aus Erkrath als Sieger dieser Gruppe, gefolgt von Bianca Stolcz, Ewald Engel, Andreas Seichtner, Patrick Frank und Shahram Parvin aus Recklinghausen.

In der Gruppe E durfte Martin Lex über seinen mit sehr guten 4,5 Pkt. erspielten Sieg jubeln. Ihm folgten Johann Becker, Franz Tham, Pasquale Aquilino und Werner Nelles, die damit alle für das Magdeburger Finale qualifiziert sind.

Die Gruppe F gewann Julian Häck mit 4,5 Pkt., also 90% der möglichen Punkte! Der immer wieder gerne mitspielende Frank Stolzenwald, in Hamburg-Bergedorf noch souveräner Sieger und damit für Magdeburg vorqualifiziert, wurde diesmal Zweiter, was natürlich ein großartiger Erfolg ist. Hans Dietmar Gröger kam auf den dritten Rang und mit Amina Sharif stieß auch in dieser Gruppe eine weibliche Teilnehmerin als vierte weit nach vorne vor. Mike Bocklenberg wurde Fünfter, Frederik Botte knapp hinter ihm Sechster und wegen der Vorqualifikation von Frank Stolzenwald erlangte auch der Siebte das Eintrittsbillet für Magdeburg, nämlich Dominik Sommer.

In Brühl waren am Ende wieder mal alle Spieler begeistert. Es gab tolle Preise, de sogar noch durch pfiffige Geschenke "aufgepeppt" werden konnten. Herr Köhler von der Firma "ORWO Net" spendete jedem Spieler einen Gutschein über 10 €: Fotos schießen, übers Internet einsenden, schon gibt es 10% Rabatt für das Fotobuch. Schach kann eben auch mal einfach sein. Michael Schönherr von der "SchachZeitung" spendierte mehr als 50 Bücher "Unglaubliche Schachpartien" von Martin Rieger und eine unüberschaubar große Zahl von Zeitungsexemplaren.

Eine besondere Freude war es, bei der Preisverleihung den noch immer allerorten bekannten Claus Spaan begrüßen zu dürfen, der viele Jahre lang im WDR die Schachsendung mit Dr. Helmut Pfleger und Vlastimil Hort produziert und als (nur scheinbar) spielschwacher Amateur kommentiert hatte.

Der Deutsche Schachbund reihte sich in die Sponsoren ein und verschenkte für jeden, der an der Schlusszeremonie teilnahm, ein hübsches Schachspiel. Die Organisation klappte wie am Schnürchen, so dass die Ehrung der Sieger pünktlich stattfand und jeder seine Rückfahrgelegenheit wie vorgesehen nutzen konnte.

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