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Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft
RAMADA-TREFF Cup 5³   2004/2005

Rückblick und Statistiken

Statistiken von Matthias Berndt mit Erläuterungen von Ernst Bedau

Die 3. Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft RAMADA-TREFF Cup 5³ ist im Mai 2004 mit der Ermittlung der Deutschen Meister und einer feierlichen Festveranstaltung zu Ende gegangen.

Schon liegen die Termine der 4. Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft RAMADA-TREFF Cup 5³ und die Austragungsorte fest. Hier noch einmal zum Vornotieren die Termine und Austragungsorte:

Qualifikationsturniere

RAMADA-TREFF Hotel Magdeburg 19.-21.11.2004
RAMADA-TREFF Hotel Aalen 17.-19.12.2004
RAMADA-TREFF Hotel Hamburg-Bergedorf  21.-23.01.2005
RAMADA-TREFF Hotel Kassel-Wilhelmshöhe   25.-27.02.2005
RAMADA-TREFF Hotel Brühl-Köln 01.-03.04.2005

Das Finale wird im RAMADA-TREFF Hotel Hockenheim vom 26.05-28.05.2005 ausgetragen.

Ein Blick auf den Turniersaal mit seinen großzügigen Spielbedingungen
Ein Blick auf den Turniersaal mit seinen großzügigen Spielbedingungen

Die ersten drei Meisterschaften haben ständig steigende Teilnehmerzahlen gebracht. Damit ist aber jetzt in etwa die Kapazitätsgrenze erreicht. Die Aufnahmekapazität der einzelnen Hotels ist begrenzt. Die Ausrichter wollen auch nicht, dass die Teilnehmer eng gepfercht aufeinander sitzen müssen. Vielmehr gehört es zur Philosophie des Turniers, dass die Amateurspieler großzügige Spielbedingungen wie bei einem Großmeisterturnier vorfinden. Es geht auch nicht nur um Quantität. Es gilt, den Qualitätsstandard zu halten und auszubauen.

Teilnehmerstatistik

1. Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft RAMADA-TREFF Cup 5³   2001/2002
 
  Brühl Aalen Hamburg Hannover Dresden Σ  
 
A 14 14 24 24 30 106 8 %
B 56 30 56 60 62 264 21 %
C 53 40 83 81 64 321 25 %
D 55 42 50 81 62 290 23 %
E 42 30 71 76 69 288 23 %
 
Σ 220 156 284 321 287 1.268  
 
Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft RAMADA-TREFF Cup 5³   2002/2003
 
  Brühl Aalen Bramstedt Hannover Halle Σ  
 
A 25 12 12 21 36 106 8 %
B 51 40 36 54 64 245 18 %
C 68 54 53 74 81 330 24 %
D 79 52 59 75 114 379 28 %
E 44 46 57 72 96 315 23 %
 
Σ 267 204 217 296 391 1.375  
 
Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft RAMADA-TREFF Cup 5³   2003/2004
 
  Brühl Aalen Hamburg Kassel Magdeburg Σ  
 
A 31 28 45 52 26 182 12 %
B 45 32 46 47 34 204 13 %
C 59 37 87 62 53 298 19 %
D 76 52 89 87 92 396 25 %
E 85 66 114 106 105 476 31 %
 
Σ 296 215 381 354 310 1.556  
 
Gesamt 783 575 882 971 988 4.199  

Ins Auge springt zunächst einmal das Abnehmen der Teilnehmerzahlen in der B-Gruppe (DWZ 1901-2100). Von 21 % bei der ersten Meisterschaft abgefallen auf jetzt nur noch 13 %. Über die Ursache kann man nur spekulieren. Vielleicht ist diese Gruppe auch die schwierigste. Viele Teilnehmer aus der C-Gruppe werden gerade knapp die Grenze zur B-Gruppe überschritten haben, während andere kurz vor dem Sprung zur A-Gruppe stehen. Die Spielstärkeunterschiede sind hier also besonders gravierend innerhalb der Kategorie. Diejenigen, die gerade in die B-Gruppe aufgestiegen sind, haben vielleicht ihr Potential ausgeschöpft, während andere wiederum auf dem Sprung zur A-Gruppe sind. Letztere wollen nicht riskieren, ihre DWZ-Zahl nach unten korrigieren zu müssen, während diejenigen, die die Wertungsgruppe B knapp erreicht haben, sich vielleicht wenig Chancen gegen die stärkeren ausrechnen.

Relativ konstant ist die Teilnehmerzahl der A-Gruppe mit einer leicht steigenden Tendenz im Jahr 2003/2004.

Ansonsten weist die Statistik eindrucksvoll aus, dass es sich um eine echte Breitenschachveranstaltung handelt. Die Teilnehmerzahlen in den Gruppen C, D und E sind weitestgehend konstant mit zunehmender Tendenz in den Gruppen D und E. Dies ist genau das, was die Väter der Veranstaltung wollten: Ein Angebot für die Breite der Spielerinnen und Spieler in Schachvereinen. So viel lässt sich sagen: dieses Ziel ist nicht nur erreicht, die Zielsetzung ist weit übertroffen.

Gruppenübersicht der Qualifikationsturniere

  A B C D E Finale Σ
 
2001/2002 106 264 320 290 288 128 1.396
2002/2003 106 245 330 379 315 120 1.495
2003/2004 182 204 298 396 476 119 1.675
 
Σ 394 713 948 1.065 1.079 367 4.566
 
  9 % 17 % 23 % 25 % 26 %  
Die jüngsten Teilnehmer haben nicht nur Schach im Kopf - in den Spielpausen wird vor dem Hotel mit Begeisterung gekickt
Die jüngsten Teilnehmer haben nicht nur Schach im Kopf - in den Spielpausen wird vor dem Hotel mit Begeisterung gekickt

Erfreulich ist die stetige Steigerung der Teilnehmerzahl von 1268 auf jetzt 1556 und die Explosion in der E-Gruppe von 288 auf über 315 und auf jetzt stolze 476 Teilnehmer in 2003/2004.

Dazu ein pädagogischer Hinweis: Bei den Teilnehmern in den Gruppen D und E haben wir besonders viele Jugendliche. Es gilt, diese heranzuführen an Turniere mit besonderem Ambiente. Jugendliche müssen notgedrungen in den Vereinen oft in wenig attraktiven Räumen spielen. Deshalb ist es wichtig, sie für das andere Turnierschach in gepflegtem Umfeld zu interessieren und zu begeistern. In aller Regel sind davon auch die Eltern beeindruckt. Selbst, wenn es den Jugendlichen zunächst noch relativ gleichgültig ist, wo sie spielen. Diese positive Beeindruckung der Eltern ist aber später sehr wichtig, wenn Jugendliche vor der Entscheidung stehen, welches Hobby sie aufgeben und welches sie stärker pflegen. Dann kann das Votum der Eltern für einen Schachsport, der in angenehmem Rahmen stattfindet, durchaus entscheidend sein.

Ein Wort noch zum Finale:

Hier sind 125 Spieler spielberechtigt. Bei Aufrundung jeder Gruppe um einen Teilnehmer (Herstellung gerader Teilnehmerzahlen) wären es 130 Spieler. Es ist etwas traurig, dass bei dem Finale 2002/2003 nur 120 Spieler kamen und beim Finale 2003/2004 sogar nur 119. Viele Spieler, die gerne an einem Finale teilnehmen würden, können aber vom Org.-Team nicht mehr eingeladen werden, da die Absagen oft zu spät erfolgen. Das Org.-Team wird sich aber noch einmal Gedanken machen, wie man die Teilnehmerzahl beim Finale möglichst nahe an 130 heranführt.

Viele Teilnehmer sind vom Turnier so angetan, dass sie öfter mitspielen

Dr. Jordan spricht gerne von "Mehrfachtätern". Wenn Franz Gärtner von 15 Qualifikationsturnieren 14 besucht hat, dann gehört er schon zur Familie des Org.-Teams hinzu und hilft auch beim Fotografieren mit seiner hervorragenden Kamera. Auch der Blick nach unten in der Statistik ist doch sehr interessant. Sage und schreibe 556 Spieler haben an 2 Qualifikationsturnieren teilgenommen und 221 an 3 Qualifikationsturnieren. Mehr positive Zustimmung ist schlechterdings undenkbar.

Häufigkeit der Teilnahme und Erfolge

Spieler, die häufiger teilnehmen, haben naturgemäß auch höhere Erfolgschancen. Manche Spieler verpassen bei einem Qualifikationsturnier ganz knapp einen der Qualifikationsplätze für das Finale. Oft sind sie mit dem 4. oder 5. punktgleich und rutschen nur auf Grund der schlechteren Wertung ab. Solche Spieler haben übrigens hervorragende Chancen, als Nachrücker zum Finale eingeladen zu werden. Auch aus diesem Grund lohnt die Teilnahme an einem oder mehreren Qualifikationsturnieren und viele Spieler haben diese Chance erkannt.

Der nachfolgenden Statistik sieht man aber auch an, dass die "Mehrfachtäter" ehrgeizige und erfolgreiche Spieler sind. Sie erreichen überraschend einen hohen durchschnittlichen Qualifikationsrang.

Spielername Teilnahmen Ø-Rang
 
Cmiel, Thorsten 4 2,5
Tonnicchi, Claudio 3 2,7
Steffens, Olaf 3 3,3
Reuber, Artur 4 3,5
Schulenburg, Fabian 3 3,7
Kiese, Matthias 3 4,7
Schöngart, Ralf 4 5,3
Gikas, Basilius 3 5,7
Rudolf, Sebastian 3 6,0
Häntsch, Ralf 3 6,3
Schulz, Michael 4 6,8
Dr. Küchle, Wolfgang 5 6,8
Klein, Raimund 3 7,0
Lüde, Thomas 4 7,3
Dr. Kribben, Matthias 3 7,3
Cordts, Ingo 6 7,5
Bente, Björn 4 7,8
Sporleder, Andreas 3 9,0
Dr. Hollstein, Frank 4 9,3
Gregor, George 5 9,8
Egle, Martin 3 10,7
Jörgens, Markus 4 11,0
Karwatzki, Hans-Jürgen 3 11,0
Weiler, Wolfgang 9 11,3
Manigk, Sebastian 3 11,7
Stiller, José 3 11,7
Tonn, Waldemar 4 11,8

Wenn z. B. Thorsten Cmiel bei 4 Teilnahmen einen durchschnittlichen Rang von 2,5 erzielt, dann zeigt dies nicht nur seine hohe Spielstärke, sondern auch Kontinuität in seinen Erfolgen.

Die Alterstatistik 2003/2004

Für die Organisatoren ist es natürlich besonders wichtig zu erfahren, welche Altersgruppen sich durch die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft RAMADA-TREFF Cup 5³ angesprochen fühlen.

Altersgruppe   Anzahl
 
    < 10 33
10 - 19 311
20 - 29 186
30 - 39 350
40 - 49 357
50 - 59 150
60 - 69 146
70 - 79 23

Zunächst einmal ist der Anteil von 1 % der 70 - 79-jährigen genauso erfreulich, wie der Anteil von 2 % bei den Jugendlichen unter 10 Jahren. Zwar mögen diese 1 % bzw. 2 % sehr niedrig klingen, aber es sind immerhin 33 Jugendliche unter 10 Jahren und 23 Senioren über 70 Jahre. In wohl keiner anderen Sportart können Sportler in solch unterschiedliche Altersgruppen in einem Turnier zusammen antreten.

20 % = 311 Teilnehmer gehören zur Gruppe der Jugendlichen und weitere 12 % (186 Teilnehmer) gehören der nächsten Altersgruppe (20 - 29 Jahre) an. Schüler, Studenten, Auszubildende und Jungetablierte machen also ein knappes Drittel der Teilnehmerzahlen aus. Sportpolitisch ist dies sehr erfreulich. Der RAMADA-TREFF Cup 5³ bietet dieser Personengruppe ein attraktives Angebot und überwindet Klassifizierungen wie Schülerturniere, Jugendturniere usw. Der 12 %-ige Anteil der Teilnehmer zwischen 20 und 29 macht aber auch deutlich, dass die DSJ in ihrer Prognose Recht hat, wenn sie versucht, Spieler, die aus dem Jugendspielbetrieb herausfallen, in gesonderten Turnierformen anzusprechen und ihnen attraktive Angebote zu unterbreiten. 12 % ist eine durchaus lohnende Zielgruppe, um die sich das deutsche Schach bemühen sollte.

Die Altersgruppe 30 - 39 mit 22 % (350 Teilnehmer) und die Altersgruppe 40 - 49 mit 24 % (357 Teilnehmer) machen knapp 50 % der Gesamtteilnehmerzahl aus. Damit erfährt die Philosophie der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft RAMADA-TREFF Cup 5³ eine weitere Bestätigung. Diese Spieler dürften zwar weitestgehend in Vereinen aktiv spielen, sie nehmen jedoch ganz überwiegend an Einzelturnieren, wie Befragungen ergeben haben, nicht teil. Der Grund ist fehlende Zeit, nicht mehr so starker Ehrgeiz und auch das Eingebundensein in den Mannschaftsspielbetrieb, der genügend ausfüllt. Diese Spieler würden zwar auch gerne hin und wieder Open besuchen und tun dies auch, fühlen sich dann aber in dem dortigen Gesamtteilnehmerfeld schlecht aufgehoben. Gegen zu starke Spieler werden sie "abgebügelt", kommen sie nach solchem Verlust gegen schwächere Spieler, haben sie auch nicht viel Spaß an der Partie. In der Regel landen sie im unteren Mittelfeld und finanzieren das Turnier, ohne aber zufrieden nach Hause zu kommen. Gleichstarke Gegner, an denen sie ihre Kräfte messen können, erhalten sie oft erst in den letzten Runden.

Hier bietet die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft RAMADA-TREFF Cup 5³ durch die Spielmöglichkeit in 5 DWZ-Gruppen nun wirklich eine spannende und echte Alternative. Die Spieler treffen auf ihresgleichen. Wenn sie ehrgeizig sind, können sie ihren Ehrgeiz hier entfalten. Wenn sie nur einmal wissen wollen, wo sie spielerisch noch stehen, können sie dies im Turnier testen und vielleicht daraus neuen Ehrgeiz entwickeln und auch das Zeitproblem dieser Altersgruppen (sie stehen im Beruf, haben Verpflichtungen gegenüber ihrer Familie, haben sonstige Freizeitinteressen) lässt sich familienfreundlich lösen: es ist nur ein Wochenende zu investieren. Die Anstrengung eines solchen Wochenendturniers wird durch die großzügigen und erholsamen Turnierkonditionen kompensiert. Auch hier kann man in den Hallenbädern schwimmen, die Fitnessräume aufsuchen oder abends gemütlich an der Bar sitzen und über Schach und die Welt mit anderen Gleichgesinnten plaudern.

Die Siegerehrung in festlichem Rahmen ist Höhepunkt des Finales
Die Siegerehrung in festlichem Rahmen ist Höhepunkt des Finales

Interessant wäre bei einer nächsten Statistik noch einmal zu überprüfen, in welcher Relation diese Altersgruppen beim RAMADA-TREFF Cup 5³ zu den Altersgruppen im DSB stehen.

Die Gruppe der 50 - 59-jährigen mit 10 % (150 Teilnehmer) und 60 - 69 mit 9 Prozent (146 Teilnehmer) spiegelt die Zeit des Ausstiegs aus dem Berufsleben und die beginnende Altersruhezeit wieder. Es ist eine Altersgruppe, die sich oft den Jugendlichen nicht mehr gewachsen fühlt, die über Konzentrationsschwierigkeiten klagt, die sich über Fehler in der 5. Stunde ärgern und erst wieder an das Turniergeschehen sich langsam herangewöhnen müssen. Auch hier bietet der RAMADA-TREFF Cup 5³ beste Gelegenheit zu einer Wiedereingewöhnung und Wiederhinführung zu einem gepflegten Spielbetrieb. Für die Organisatoren des RAMADA-TREFF Cups 5³ bietet aber diese Zielgruppe noch Möglichkeiten der Teilnahmesteigerung. Hier lassen sich gezielte Werbemaßnahmen vorstellen.

Wie hoch ist der Anteil der Teilnehmer aus den einzelnen Landesverbänden?

Da die absoluten Zahlen hier wenig Aussagewert haben, ist es für die Organisatoren natürlich sehr wichtig, die Frage zu beantworten, wie die Relation der Teilnehmer aus den einzelnen Landesverbänden zu den Mitgliederzahlen der Landesverbände in Relation steht. Auch die geographische Lage der Austragungsorte spiegelt sich in einer solchen Statistik wieder.

Landesverband Mitglieder 2001/2002 2002/2003 2003/2004
 
Nordrhein-Westfalen 20.333 21,3 % 220 17,4 % 282 20,5 % 320 20,6 %
Bayern 17.266 18,1 % 57 4,5 % 74 5,4 % 82 5,3 %
Württemberg 9.139 9,6 % 91 7,2 % 105 7,6 % 106 6,8 %
Baden 7.983 8,4 % 32 2,5 % 50 3,6 % 58 3,7 %
Hessen 7.449 7,8 % 38 3,0 % 35 2,5 % 120 7,7 %
Niedersachsen 6.336 6,6 % 218 17,3 % 235 17,1 % 156 10,1 %
Rheinland-Pfalz 5.375 5,6 % 62 4,9 % 37 2,7 % 36 2,3 %
Sachsen 4.023 4,2 % 139 11,0 % 86 6,3 % 54 3,5 %
Schleswig-Holstein 2.733 2,9 % 86 6,8 % 117 8,5 % 129 8,3 %
Berlin 2.673 2,8 % 57 4,5 % 33 2,4 % 63 4,1 %
Thüringen 2.378 2,5 % 11 0,9 % 36 2,6 % 32 2,1 %
Sachsen-Anhalt 2.373 2,5 % 48 3,8 % 157 11,4 % 134 8,6 %
Hamburg 2.071 2,2 % 126 10,0 % 71 5,2 % 195 12,6 %
Brandenburg 1.664 1,7 % 39 3,1 % 32 2,3 % 34 2,2 %
Saarland 1.501 1,6 % 5 0,4 % 0 ------- 0 -------
Mecklenburg-Vorpommern 1.134 1,2 % 16 1,3 % 12 0,9 % 16 1,0 %
Bremen 864 0,9 % 17 1,3 % 13 0,9 % 15 1,0 %

Bayern z. B. mit einem Mitgliederanteil von 18,1 % stellt nur etwa 5 % der Teilnehmer. Liegt dies nur daran, dass der südlichste Austragungsort (Aalen in Württemberg) zu weit von Bayern weg liegt? Oder sind es sehr attraktive Openturniere in Bayern, die die bayrischen Spieler stärker anlocken?

NRW liegt praktisch im Limit. Bei Hessen merkt man deutlich den Anstieg in 2003/2004 durch das Qualifikationsturnier in Kassel.

Teilnahmestatistik Landesverbände

Aus dem Rahmen fällt Niedersachsen. Für Niedersachsen sind allerdings in der Regel mehrere Austragungsorte gut zu erreichen, z. B. Hannover, Hamburg Halle, Magdeburg und auch Kassel, was sich wohl in der überdurchschnittlich hohen Teilnehmerquote niederschlägt. Das gleiche dürfte für das kleine Schleswig-Holstein gelten mit ebenfalls schönen Teilnahmeprozentsätzen. Sachsen-Anhalt profitiert sicherlich von den Austragungsorten Halle und Magdeburg und beim Saarland fällt jede Erklärung schwer. Natürlich liegt das Saarland geographisch am Westrand Deutschlands. Allerdings die Verbindung per Autobahn ist hervorragend. Herbert Bastian, als Präsident des Saarländischen Schachverbandes und selbst Teilnehmer am ersten RAMADA-TREFF Cup 5³, macht auch das große Openangebot für die Abstinenz seiner Spieler verantwortlich.

DSB-Präsident Alfred Schlya (neben ihm der Präsident SBRP Günther Müller) lässt es sich nicht nehmen, den Finalisten seine Referenz zu erweisen
DSB-Präsident Alfred Schlya (neben ihm der Präsident SBRP Günther Müller) lässt es sich nicht nehmen, den Finalisten seine Referenz zu erweisen

Ich denke aber, dass auch die Werbung durch den Landesverband eine große Rolle spielt. Mitspielende Funktionsträger, wie z. B. Dr. Weyer in NRW oder Hanno Dürr in Württemberg oder Dr. Reinemann in Sachsen-Anhalt, sind natürlich die besten Werbeträger für eine solche Veranstaltung und es wäre zu hoffen, dass in den Landesverbänden, in denen die Teilnehmerquote sehr gering ist, die Verbandsverantwortlichen verstärkt für das Turnier werben und vielleicht der ein oder andere Funktionsträger mit gutem Beispiel voran geht.

Wie haben die Preisträger 2003/2004 in früheren Turnieren abgeschnitten?

Wertungsgruppe A
 
1. Namyslo, Holger SAbt TG Biberbach 1, 3, 5
2. Cordts, Ingo SABT Dünnwalder TV 1905 e.V. 16, 12, 1, 14, 4, 14, 11, 1
3. Kiese, Matthias HSK-Post Hannover 2, 6, 8, 4
4. Walkewitz, Hubert SV Grün-Weiß Niemegk 4
5. Wronn, Bernd FC St. Pauli 1910 eV SAbt. 13, 21, 8, 11, 20, 2, 35
 
Wertungsgruppe B
 
1. van Bentum, Horst Polizeisportverein Rostock 8
2. Egle, Stefan SV Unterkochen 4
3. Weiler, Wolfgang SABT Dünnwalder TV 1905 e.V. 15, 5, 9, 25, 1, 11, 1, 34, 1
4. Bogner, Sebastian SK Neuhausen 10, 1
5. Jordan, Jürgen SV Winsen (Luhe) 39, 24, 3
 
Wertungsgruppe C
 
1. Schulenburg, Fabian SC Diogenes e.V. 5, 11, 5, 1
2. Künzel, Andre TuS Osterburg Weida 47, 17, 3
3. Dr. Küchle, Wolfgang SC Sillenbuch 2, 8, 26, 1, 1, 4
4. Giese, Stefan SC Fürstenau 13, 2, 39, 42
5. Nies, Peter SK 1980 Gernsheim 5
 
Wertungsgruppe D
 
1. Bendfeldt, Tim SABT TSV Preetz 50, 45, 3
2. Stiller, Jose Andre SC Schachelschweine eV 27, 4, 4
3. Bussard, Christian SG Niederkassel 5, 6, 1
4. Schieweck, Christian SVg Schöppenstedt 3
5. Hotaki, Shah TV-1844 Freiberg 1
 
Wertungsgruppe E
 
1. Tonn, Waldemar SG GV 90 Bischofrode 26, 10, 8, 3
2. Sergin, Mark SK Baunatal 1963 1
3. Ruland, Wolfgang Brühler SK 1920 49, 36, 18, 3
4. Vogel, Manfred SABT Vfl Geesthacht von 1970 e.V. 44, 5
5. Dr. Herda, Christoph Vereinslos 3

Man sieht daran: Mehrfache Teilnahme führt zu erhöhten Chancen auf einen der 5 ersten Qualifikationsplätze. Die Statistik spricht für sich - z. B. wie Tim Bendfeldt (Preetz) mit Platz 50, 45 und dann Platz 3 - machen Steigerungsmöglichkeiten geltend, ebenso bei Wolfgang Ruland (Brühl), der mit Platz 49, 36 und 18 fern der Spitzenplätze rangierte, bevor er dann mit dem 3. Platz den Sprung ins Finale schaffte.

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