Der Deutsche Schachbund feierte im Jahre 2002 seinen 125. Geburtstag. Für die Jubiläums-Zahl 125 spielt die "5" eine herausragende Rolle (125 = 5*5*5=5³). Damit alle deutschen Schachspieler an den Feierlichkeiten teilnehmen können, wurde eine Amateurmeisterschaft mit regionalen Qualifikationen und zentralem Finale ins Leben gerufen. Der DSB organisierte im Westen, Norden, Osten, Süden und in der Mitte Deutschlands jeweils eine Qualifikationsveranstaltung mit fünf separaten Turnieren (A)-(E), nach DWZ-Kategorien eingeteilt. In jedem Turnier qualifizieren sich die ersten Fünf für das Finale ihrer Kategorie. Damit ergeben sich 5 Qualifikanten aus jeweils 5 Turnieren in jedem der 5 Orte = 125 Spieler!
Die Idee RAMADA-TREFF Cup 5³ - Deutsche Amateurmeisterschaft im Schach war geboren.
Der Erfolg einer Schachveranstaltung dokumentiert sich (nicht nur - aber) letztendlich über die Teilnehmerzahlen.
Diese sind für die junge deutsche Amateurmeisterschaft mehr als beeindruckend:
| 2001/2002: | Brühl 220, Aalen 156, Hamburg 284, Hannover 322, Dresden 287, Leipzig (F) 128 |
| In Summe: 1.397! | |
| 2002/2003: | Brühl 267, Aalen 204, Bad Bramstedt 217, Hannover 296, Halle 391, Magdeburg (F) 120 |
| In Summe: 1.495!! | |
| 2003/2004: | Brühl 296, Aalen 215, Hamburg 381, Kassel 354, Magdeburg 310, Wiesbaden (F) 119 |
| In Summe: 1.675!!! |

Ein bedeutsamer Fingerzeig sind auch die sogenannten "Mehrfachtäter". Insgesamt haben 951(!!) Schachspieler mehr als einmal an allen 15 bisherigen Vorturnieren teilgenommen. Absolute Spitzenreiter sind: Franz Gärtner mit 14(!!), Uwe Scheunemann und Klaus-Wieprecht Hilscher mit 11(!) Teilnahmen.
Die nackten Zahlen sprechen für sich. Worin liegen nun aber die Gründe für diesen Start von 0 auf 100? Es sind sicher eine Vielzahl von Faktoren. Einige sollen hier aufgezeigt werden.
Für viele Schachspieler ist die Einteilung in Spielstärkegruppen ein wesentlicher Anreiz im Gegensatz zu offenen Turnieren im Schweizersystem.
Warum sucht sich z.B. eine Jugendgruppe das Qualifikationsturnier der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft in Magdeburg aus? Es ist doch kein typisches Jugendturnier.
Für Bettina Bensch, Jugendwartin des Treptower SV, und auch für Michael Knöfel, Jugendtrainer im Verein, ist das eine Frage, die Erstaunen auslöst. "Na weil es sich doch um eine echte Breitenschachveranstaltung handelt. Für unsere Jugendlichen suchen wir Turniere für ihre Spielstärke, da ist die E-Gruppe für Spieler bis DWZ 1500 genau richtig."
Die großzügigen Spielbedingungen in den modernen Kongreßräumen der Ramada-Treff Hotels bieten mit Teppichboden, Tageslicht, guter Bestuhlung u.v.m. optimale Bedingungen.
"Ein imponierendes Bild" meinte Bernd Heynemann als er den Turniersaal betrat. Er war es zwar gewohnt vor vielen tausend Zuschauern Fußballspiele zu pfeifen, aber ein Schachturnier in diesem Rahmen hatte der Magdeburger Bundestagsabgeordnete der CDU noch nicht gesehen.


Das angenehme Startgeld von "nur" 25 € mit den Rabattmöglichkeiten bis auf 10 € reduzierbar wird geschätzt.
Die Vereine haben die deutsche Amateurmeisterschaft auch deshalb als gemeinsames Ziel entdeckt:
Gleich 23 spielbegeisterte Teilnehmer brachte die SVG Übach-Palenberg an den Start. Dank ihrer blau leuchtenden T-Shirts sind die nordrhein-westfälischen Schachfreunde ein Blickfang im Turniersaal. Mit der neunjährigen Alina Quintana und dem erst siebenjährigen Wolfgang Lokietek - beide starten in der E-Gruppe - stellen die Übacher zudem die jeweils Jüngsten bei den Mädchen und Jungen in Brühl.
Wir Schachspieler fühlen uns nun schon mehrere Jahre in den beteiligten Hotels sehr wohl. Es gibt einfach mehr als nur einen Walter Holz.
"Könnte die Lüftung nicht noch besser eingestellt werden?" "Haben sie noch Tische?" "Wo gibt es Stühle?" "Die Getränke sind alle, wo gibt´s Nachschub?" Fragen über Fragen. Wer kann sie beantworten? Eigentlich nur ein Trupp von Mitarbeitern, von Spezialisten. Ach was, einfach Walter fragen, Walter Holz, der weiß Rat! Rundlich, gemütlich, voll Herzenswärme, das ist Walter. Ohne Walter läuft nichts. Mit Walter läuft alles!
"Ich habe extra meinen Urlaub verlegt, als ich von der dritten Ausrichtung in unserem Hause hörte, die Schachspieler wollte ich nicht verpassen!"
"Warum?"
"Die Schachspieler sind einfach ruhige, liebenswerte Menschen. Es macht Spaß mit ihnen. Diese Begeisterung. Nichts bringt sie aus der Ruhe. Zum Beispiel gestern als mitten in der Runde der Feueralarm im Hotel losging. Ich eilte in den Turniersaal, um die Spieler zu beruhigen. Und wie reagierten die? Unbeeindruckt saßen sie an ihren Brettern und spielten ihre Partien. Aber mich, der sie beruhigen wollte, fauchten sie an, dass ich sie nicht stören sollte!"


"Nein es macht einfach Spaß. Ich liebe solche Veranstaltungen. Einfach nur kellnern, servieren ist nicht mein Ding. Es muss was los sein. Ich brauch den Kontakt zu den Menschen."
Und so hat er gestern auch herzhaft gelacht, als nass wie ein begossener Pudel ein Jugendlicher aus der Turniergruppe E vor ihm stand. Er war gerade dem hoteleigenen Brunnen entstiegen, in den ihn eine Rangelei befördert hatte. Das kleine Problem löste Walter wie immer lautlos und schnell.
Lieber Walter, wir ernennen dich hiermit zum besten RAMADA-TREFF Mitarbeiter der Deutschen Amateurmeisterschaft. Auch mit dir macht es einfach nur Spaß. Danke von uns allen für dein Engagement!
Eine interessante Eröffnung und eine kurzweilige Siegerehrung gehören dazu. Die vom Finanzminister Sachsen Anhalts und etlichen Bürgermeistern angeführte Gästeliste ist schon beeindruckend.
"An diesem Wochenende steigt der durchschnittliche IQ in Bergedorf wieder kräftig an", freute sich der Bezirksamtsleiter Dr. Krupp. Humorvoll zog er Parallelen zum Hamburger Wahlkampf, in dem auch die nächsten Züge des Gegenübers vorausgesehen werden müssen.


Die Grüße des DSB-Präsidenten Alfred Schlya überbrachte der Vize-Präsident Siegfried Wölk, der auch tatkräftig an der Organisation mitwirkt und mit seinem Verein SC Bille wieder die Schar der Helfer stellt. Lobende Worte gab es für die Kapazität und das Ambiente des Hotels. Vor zwei Jahren waren die damals 287 Teilnehmer schon begeistert von dem harmonischen Feeling, und in diesem Jahr überreichte Herr Wölk einen Blumenstrauß an Frau Hauser, die Verkaufsdirektorin des RAMADA-TREFF Hotels, verbunden mit nachträglichen Wünschen zur Eheschließung.
Für viele selbstverständlich. Aber wer sich selber schon einmal in der Organisation einer größeren Schachveranstaltung versucht hat, weiß, es gehört mehr dazu als nur das Wollen.


Für die Personen im Hintergrund gilt sicher, wenn man diese "nicht gebraucht hat" bzw. sie nicht auffällig waren, ist die Veranstaltung gut gelaufen.

Die hervorzuhebende Internetpräsenz und die Anmeldung via Internet sind nun schon ein Markenzeichen der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft.
| Dr. Dirk Jordan | Dresden, im März 2004 |
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